Wer ist mein Googlegänger?

Die American Dialect Society hat es sich zur Aufgabe gemacht das Wort des Jahres zu wählen. Ein „Oscar“ für das beste neue Wort sozusagen. Gewonnen hat „Subprime“, sicherlich das am häufigsten benutzte Wort in den USA, wegen der Hypothekenkrise. (Bildquelle)

Interessant war zu sehen, dass unter den Nominationen (pdf File mit allen Nominationen für 2007) auch ein sehr Deutsch klingendes Wort war, nämlich Googlegänger (mit Umlaut, auch im Englishen!).

Germanismus, made in Amerika!

Die Bedeutung ist einfach: Es ist die Suche nach einem Namenvetter in Google.

So führt die Süddeutsche Zeitung z.B. aus:

Jeder, der schon mal seinem eigenen Namen in einer Internet-Suchmaschine nachgespürt hat, kennt diesen Moment der digitalen Identitätskrise. Da ist jemand, der genauso heißt wie ich. Die Soziologin Juli Albright von der Universität von Southern California hält diesen Erkenntnisgewinn für lehrreich: „Andere Menschen mit dem gleichen Namen zu finden, versetzt uns in die Lage, uns selbst zu hinterfragen“, sagt sie. Wie lehrreich muss es dann erst sein, wenn man den fremden Menschen mit dem vertrauten Namen auch kennen lernt?

Der Begriff Googlegänger hat es auch in die Newsweek geschafft:

For most us, a Googlegänger provides a harmless way to compare ourselves to an alter ego of sorts. „Finding others with the same name enables us to see ourselves mirrored back,“ says sociologist Julie Albright of the University of Southern California, and it can even boost our self-esteem.

Also dann, viel Spass bei der Suche Eures Googlegängers. Hier gehts direkt zu Google.com.

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